Städte an Flüssen 4

Endlich gab es einen Platz an diesem menschenspazierenden Sonntagmittag, jenseits der Promenade mit Sitzbänken in ausgepflasterten Sitznischen im Immergrün der vom Gartenbauamt verfügten Bepflanzung. Ich mußte nur die Gefilde verlassen, den Stadtrand erfühlen, das machen die Füße. Dort gab es Gebüsch, da hatten schon Hunde hingekackt, da lag auch Papier. Doch zur Weser hin tat sich was. Ein Angler stand wie eine Statue, wie ein Veteran einer längst schon geschlagenen und überdies verlorenen Schlacht, mit seinem Rambo-Stirnband. Wenn die Angelschnur sirrte, bewegte er sich noch. Ich legte mich ins Gras und döste. Die Sonne stand hoch und gut. Enten flapperten vorbei, klatschen aufs Wasser, paddelten herbei. Die Geräusche. Das Wasser floß still und dunkel zum Meer, seiner Zukunft entgegen, in hellem Licht.


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