Ein Ort kann Heimat sein, Heimat ein Ort, verbunden sind sie durch Gefühle. Vertrautheit, Geborgenheit, Voraussetzungslosigkeit. Wo ich heimisch bin, muß ich mich nicht erklären. Wo ich nicht heimisch bin, schauen sie mich an, als sei ich fremd. Wo man mich nicht kennt, bin ich fremd. Wo man mich kennt, bin ich noch lange nicht bekannt, erst recht nicht heimisch. Es gibt Abstufungen des Zeitlichen und Räumlichen im Sozialen. Diese Abstufungen entscheiden über das Ansehen der Person. Man muß solche Kontexte kennen, sonst kann man nicht über Heimat sprechen. Heimat ist keine Idee. Heimat ist ein Sehnsuchtsort des Herzens, mehr noch als der Topographie, und dient der Herzensbildung. Heimat kann sich enträumlichen und auf Menschen beziehen. Da es dort, von wo ich komme, keinen Raum für mich gibt, habe ich meine Heimat verlagert und nach innen genommen und hüte sie dort wie einen Schatz. Heimat ist ein kostbarer Schatz. Nicht jeder hat Heimat, ich selbst vielleicht wenig. Doch ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn ich ankomme.
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Und wenn es so wäre, dass Dich bei der Ankunft Übelkeit befiele? Und wenn es Dir in der Fremde angenehm wäre? Als mich Christian Buckard in einem Interview für die Jüdische Allgemeine fragte: Fühlst Du Dich in Berlin zu Hause?, fiel mir als Antwort ein: Nein, sonst wäre ich nicht hier.