Viel Platz

Es ist still dieser Nächte auf den Straßen. Die großen Ferien – viele sind fort. Das Amüsierpublikum bleibt aus, auch die Stammgäste fehlen. In den Kneipen und Bars eine geisterhafte Leere, Hocker und Stühle unbesetzt. Oder keine Leere, denn die, die dort sitzen müßten, sind durch ihr Fehlen mächtiger denn je. Die Luft ist voller Löcher. Dazu regnet es leise, sanft und tröstend. Sie kommen ja wieder, es wird auch wieder laut. Als ob man sich das wünschen muß, wenn die Einsamkeit als verlassener Ort ins Bild sich setzt. Sommer und Winter sind Zeiten der Bewährung – in ihnen zeigt sich, ob man allein zu sein versteht.


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