Schweißwetter, hohe Luftfeuchtigkeit, miese Stimmung. Die Leute giften sich an, stehen im Weg, fallen plötzlich um. Im Untergrund hat sich Luft gestapelt, die keiner mehr atmen möchte. Ein Bettler wird vertrieben von einem anderen Bettler und windet durch den Waggon; ein Schweißfilm bedeckt das zerschrammte Gesicht, er braucht dringend seine Medizin. Der Stärkere der beiden, eine Legende des Überlebens bei Wind und Wetter, knurrt ihm nach: „Sei froh, daß ich überhaupt mit dir rede, du Nichts! Lern dich mal benehmen!“ Eine Frau zählt beim Bäcker die Münzen centweise auf den Zahlteller, klack-klack, wir haben keine Geduld und wünschen ihr inständig, daß sie mal fertig wird mit diesem Eins-plus-eins. Die Autofahrer sind nicht Herren der Lage, geben Gas, obwohl sie bremsen sollten. Das bringt einen Rentner zu Fall, er wird bloß angestupst, doch der Schreck ist groß. Schnell in ein Buch, ins Jahr 1938, als noch nicht Krieg war. Aber die Nerven lagen blank und ein jeder sah zu, wo er blieb. Man soll es nicht zu eilig haben.
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