Haltepunkt suchen

Das Hirn reicht nicht an das Herz. Vertraut fern sein, so stereotyp. Als solle gezeigt werden, was los ist, exakt derart, daß es schmerzt. Wanderungen sind das nicht, nur Gehwege. Trotten mit gesenktem Kopf, warten auf den Schrei des mitleidlosen Vogels. Alles steht in Wahrheit still, ein Stillstehen in materialer Bewegung. Deshalb kreischen die Bremsen und fliegt ein Körper durch die Luft, schlägt auf wie rohes Fleisch um Knochen. Umstehend die Schlafwandler, Träumende in Fakten. Das System rastet ein, kurz darauf darf der Stillstand weitermachen. Die Unterbrechungen dienen der Belebung. Frage niemanden, worum es geht! Um nichts, um gar nichts mehr. Wenn alles wichtig ist, ist es nicht. Obwohl es noch steht und funktioniert, wie eine alte gußeiserne Wasserpumpe am Straßenrand mit Tropfbecken und moosigem Grün darin. Die Pumpe hat Zukunft. Ich träume meine Tage und lebe sie nebenbei. Mein Hirn sucht sein Herz, sie wissen voneinander. Wie leer es sein kann in der Fülle einer Stadt mit einigen Millionen in ihrer Alternativlosigkeit.


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