Truppensammelplatz

Ein dunkelhaariger Mann, groß und schlank, trägt nichts außer einer kurzen Sporthose und weißen, schmutzigen Turnschuhen. Er humpelt den Gehweg entlang, stützt sich auf einen ausrangierten Bürodrehstuhl. Sein eines Bein ist verbunden, der Verband hängt in Fetzen. Die Stirn ist schweißverklebt, die Augen flackern. Hinten an der Front der Tage und Nächte haben sie ihn angeschossen, die Wunde notdürftig versorgt. Der Drogenkrieg geht weiter. Er geistert durch die Straßen, durch die Gruppen der Jungen und Schönen, die zurückweichen und ihm, kaum daß er vorbei ist, nachblicken, als sei zu studieren, was los ist, wenn man nicht das Richtige tut. Ey, hast du das gesehen! ruft ein Sohn aus gutem Haus. Shit happens, kommentiert eine Tochter. Der Halbnackte strebt Richtung U-Bahnstation, mit seinem Rollator wird er das schaffen.


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