Nach der Brandrodung

Das „Limitdiktum“ der ökologischen Systeme kommt allen zugute. Wir werden weniger reisen und weniger verbrauchen, auch weniger abgelenkt sein. Wer viel kauft, ist unglücklich, muß ganz viel kaufen. Ich kenne das gut und erinnere mich – es waren Bücher und Schallplatten (CDs), die sollten mir helfen. Wenn ich sie nach Hause trug, war ich glücklich und freute mich auf den Moment, da ich die Platte auflegte, das Buch aufschlug. Wenig später zählte ich sie zu meinem Besitz. Meine Gier, meine Sucht nach Ersatz und Ausgleich blieb. Ich war unersättlich. Sogar sammelte ich Menschen. Nicht irgendwelche, sondern die besten (versteht sich). Jäger und (deutlich weniger) Sammler. Nun gerate ich manchmal ins Ruhige und muß nicht dauernd begehren oder besitzen. Die Habsucht ist verschwunden, auch der Ehrgeiz. Die sind für die Jüngeren, die fechten das lebhaft und kriegerisch aus. Ich lebe allmählich und unmerklich nach anderer Lebenskunst. Wenn ich mehr weiß, kann ich berichten. Innerhalb einer halben Stunde könnte ich eine Weltordnung skizzieren, die das enthält, was elementar ist. Meine Freunde können das auch, unsere Verbündeten sind die angestammten Bewohner und Hüter des Regenwaldes.


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