Die nach vorn kippen

Von den Alten lernen. Ich beobachte und studiere sie, noch immer. Ich selbst bin schon vierundfünfzig, das ist einigermaßen alt. Ich möchte nicht mehr jung sein, niemand kann das ernsthaft wollen. Für Idealisierungen gleich welchen Alters habe ich keinen Sinn. Es ist nicht meine Aufgabe, jünger zu sein als ich bin. Ich beobachte die Älteren, da ich mich vorbereiten und ihre Fehler vermeiden, demnach eigene Fehler machen möchte. Zum Beispiel fällt mir seit längerem auf, daß sie ihr eigenes Welken und Versinken zum Topos einer Zivilisation erheben, die widersprüchlich genug ist, um solche Gleichsetzung freizugeben. Mit mir wird eine Welt sterben? Nein, das glaube ich ganz und gar nicht. Eine Welt, das ist zu ungefähr, mit jedem toten Goldhamster stirbt eine Welt an Zusammenhang und Erfahrung. Ich beobachte, wie sie geistig abdanken. Das stimmt mich nachdenklich und traurig. Die Kräfte sind erschöpft, sie können nicht mehr. Man hat sie überspannt, sie wollten deutlich mehr, als sie konnten. Das mußte gelernt werden.


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