Das was ist

Die Wahrheit ist schmutzig und schmeichelt nicht, habe ich weiter unten geschrieben. Ob sie schmutzig ist, frage ich nun. Wolfgang Ambros sang, „die Wahrheit ist so weiß wie Schnee“. Daß sie nicht schmeichelt, leuchtet ein, denn Wahrheit – sofern sie existiert – will nichts, sie ist. Statt schmutzig könnte ich sagen, sie sei unannehmbar. Nicht zu ertragen, überraschend (ein Schlag ins Gesicht), blendend hell. Etwas, vor dem ein Mensch die Augen verschließen muß. Wie bei allem Großen scheint es angeraten, lässig von ihr zu reden, mit fast schon fahrlässiger Selbstverständlichkeit. Sie ist ja groß genug, falls es sie gibt, da muß man nichts mehr auflegen. Sie enthält uns, ungeachtet dessen, was wir von ihr wissen.


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