„Eine andere Prämisse ist, daß Dichtung nichts für empfindliche Mägen und weiche Gehirne ist, daß sie nicht etwas ist, was ‚irgendwie‘ schön ist, nicht das Werk von Individuen mit der offiziellen (von einem ökonomisch-kulturellen System verliehenen) Berufsbezeichnung ‚Lyriker‘, die vor lauter Inkohärenz nur Widerliches verarbeiten und deren Bewußtsein auf das Ego, dieses jahrhundertealte Erbe voller Schein und Trug, beschränkt ist. Die Dichtung ist das Zeichen dafür, daß das persönliche Bewußtsein überschritten und ein Universum betreten worden ist.“
Kenneth White, Das weiße Land [1982, dt: 1984]
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