Echo 1

Die Seen liegen schwarz auf Grund. Ihre Tiefe ist lotrecht. Überwölbt der Himmel die Verbrechen. Wolken schleiern stundenlang herum, dann ändert sich etwas in der Zusammenstellung der Grautöne, ein Schwefelgelb zieht zu. Die Wasservögel antworten, geübt darin zu reagieren. Am Ufer Spaziergänger, sie grüßen einander nicht. Das Bürgertum will sich benehmen, verdruckst schreitet es voran, unsicher wie zu Kaisers Zeiten. Ein Patriarch führt steifen Stolz im Kamelhaarmantel (behutsam aus dem feinen Unterkleid der Jungtiere gekämmt) seeherum, die eigene Frau mit Pelzkragen darf folgen, acht Meter Abstand. Sie hassen sich, das verbindet. Ein Kormoran trocknet die Flügel im Wind – „Ist das ein Graureiher?“ fragt eine alte Dame. Götz klärt sie auf. Grüße von mir, es war schön am Schlachtensee.


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Echo 1

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