Nachtfrost, Rauhreif. Im Hochwald leuchten die Stämme der Kiefern und Fichten. Die Hündin zieht an der Leine, die Nase am Boden. Die Gräser sind frostgrau, die Moose schimmern in Grüntönen. Die Sonne hat den Zenit überschritten, ihr kleiner Januartagesbogen reicht nicht weit. Es ist kurz nach zwei. Ein Rabe gibt Nachricht – ob sie uns betrifft, wissen wir nicht. Dem Hund ist sie egal, er folgt anderen Spuren. Mein Bruder geht gern schnell. Ich möchte anhalten und schauen. Tief einatmen. Nicht das neue Jahr, sondern den Wald entlang seiner Wege: davon etwas einsaugen. Farben der Gräser, der Moose, der Pilze, der hohen Stämme im schrägen Licht. Proviant – nicht für ein Jahr, nur für die nächsten paar Wochen. Ich gehöre nicht in den Wald, doch er hilft mir. Ich passe in kein Dorf mehr zurück, doch ich verstehe das Dörfliche und grüße freundlich jeden, der uns begegnet. Gelernt ist gelernt. In schweren, schnellen Zügen wenig später zurück nach Berlin. Durch die Dunkelheit und den Nebel. Das Einwilligen in die Anonymität auf Gegenseitigkeit. Sieh mich meinetwegen an, aber frage nicht nach mehr. Komm auch nicht zu nah, ich rieche noch nach Feuer.
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