Welcome to Germany, Corona! johlten und höhnten sie Samstagnacht am U-Bahnhof Rosa-Luxemburg-Platz. Halbwüchsige, Teenager oder Twens, männlich und in Begleitung ihrer ebenfalls angetrunkenen Gefährtinnen der ewigen Party. In der U2 saßen die Vertriebenen der letzten Berliner Partynacht, man hatte sie hinausgeworfen aus den Clubs und den Lounges. Einer versuchte an der Station Schönhauser Allee, den Rückspiegel, der dem Fahrzeugführer den Blick auf die Ein- und Aussteigenden gewährt, mit einem Kickboxtritt zu treffen. Der Spiegel ist hoch angebracht, es fehlten aber nur wenige Zentimeter. Alkohol, Übermut, Zerstörungswut. Imponiergehabe junger Hähne, und auch so laut und krähend. Dazu das Gekicher der Junghennen, bewundernd oder bemitleidend. Mann zu werden ist eine Tortur, man muß durch den reinsten Blödsinn hindurch wie durch ein Verhängnis. Die Corona Days haben vorgestern begonnen. Später werden wir Geschichten zu erzählen und zu hören haben. Bereits jetzt – denn was wollen die Leute mit all dem Klopapier?
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