Morgenmelodie

Klarer kalter Morgen, der Himmel hoch und blau. Ein Eichhörnchen springt über den Hinterhof, von der Mauer mit dem Stacheldraht hinüber zum Maschendrahtzaun, einmal durch den Bilderrahmen des Küchenfensters, schräg hindurch. Ich habe hier noch nie ein Eichhörnchen gesehen. Ein Zeichen. Endlich weht es nicht mehr, es war zum Verrücktwerden mit diesen Winden. Im Schlaf besuchte ich meine Traumstadt, ich lief dort umher und bestaunte die Sehenswürdigkeiten, schämte mich aber, denn ich trug nur ein Unterhemd. Ich bin in deine Schönheit gerannt wie in ein offenes Messer.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Morgenmelodie

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert