Es gibt einen Rückraum zu allem. Dort sind die Tränen angesiedelt, die Schmerzensschreie, die vergeblichen Gebete. Was sich nach vorn ausstaffiert und präsentiert, wird dort hinten zusammengenäht und zurechtgestaucht. Zum Siegerlächeln gehören Mühsal, Selbstzweifel, Schweiß, Tränen, Androhungen, Manipulation. Die Bühne ist kein reiner Ort der Offenbarung. Hinterrücks wurde dem Glanz nachgeholfen. Die Prinzessin ist geschminkt, der Prinz trägt Schulterpolster und steht für die Kamera erhöht auf einem unsichtbaren Podest. Die menschlichen Wünsche erschaffen sich glaubwürdige Unwahrheiten. Es müßte doch möglich sein, daß einmal jemand nicht zu zahlen hat. Dorthin zielt das moderne Märchen, von dorther beziehen wir die verrücktesten Versprechungen. Die unaufbereiteten Märchen kamen ohne Verklärung aus, sie vermittelten Ungerechtigkeit und Grausamkeit, denn auch dafür muß bezahlt werden. Darin besteht die Gerechtigkeit. Aber es gibt Geschenke, die wie aus heiterem Himmel fallen. Ich glaube daran, glaube auch an Wunder, obwohl ich die Sätze dort oben selbst geschrieben habe und auch weiß, daß sie wahr sind, wahr sind im Sinne von zutreffend.
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