Es gab immer diese zwei Arten des Verstehens: eine schnelle und faktische, operative, nehmen wie’s kommt, checken, worauf es ankommt, mit den Daten und Informationen arbeiten innerhalb des Anforderungsprofils; sodann eine zweite, die offenbar nicht oder wenig gefordert war, sich mir aber vordrängte, insbesondere im Studium, und die Sicht versperrte auf jene einfachere und praktikable Weise, aktives Verstehen demonstrativ anzuwenden. Ich nahm vieles zu schwer, zu weitreichend, zu umfänglich, zu kompliziert, zu tief. Man soll es sich jederzeit einfach machen – diesen Lehrsatz konnte ich nicht begreifen. Das Tempelhofer Feld dient mir selbst als Beispiel für diese ausgedehnt langsame Art des Verstehens, die einem ausgeprägten Nichtverstehen zeit- und gedankenverzögert antwortet. Ich bin nicht schnell klar mit den Verhältnissen, es sei denn, ich bin schnell klar mit ihnen. Ich bin auch nicht schnell fertig mit Menschen, ich trage sie mit mir, lange Zeit.
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