Da nun ein neuer Herrscher ins Haus des Seins getreten ist, richten sich sämtliche Mitglieder der Gesellschaft nach ihm aus. Das reicht hierarchisch von ganz oben nach ganz unten, vom Tellerwäscher zum Milliardär. Entlang der bekannten Themen arbeitet sich das organisierte und institutionalisierte Leben an ihm ab. Niemand, der nicht erfaßt wäre. Nichts läßt er unberührt. Ob er gefährlich ist, steht kaum zur Debatte; wem er gefährlich wird, hat sich gezeigt und wird sich zeigen. Da nun täglich die Toten gezählt werden, die seinem Auftreten zuzuordnen sind, stellt sich die Frage nach den anderen. Welchen anderen? Nach den alten Herrschern – diejenigen, an die man sich gewöhnt hat und die aufgrund des Gewohnheitsrechts befugt scheinen, täglich Tote produzieren zu dürfen. Sie tun dies seit erheblich längerer Zeit, auf sie lauten die Totenscheine. Auf sie ist Verlaß, sie plündern nicht über Gebühr. Man rechnet auf sie, mit ihnen kann gerechnet werden. Auf sie hin wurden Kapazitäten geschaffen. Nun also der Neue. Da wird verhandelt werden müssen, das geht nicht ohne Streit.
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