Dem neuen Tag (es ist Nacht)

Warte nicht auf mich, ich gehe schlafen. Soll ein Traum mich nehmen und behandeln. Mein Verstand ist müde von Wirklichkeit. Zwischen gestern und morgen soll eine Kluft sein, in die ich passe mit ein paar Morgen Land, zwei Händen voller Briefe (für die ich keine Briefmarke fand). Ich bin ein Land ohne Leute, ich bin ein Hafen ohne Schiff. Ich kaufe Wolken auf für Regen, spende Bettlern kaltes Geld. Zeit fließt, sagen sie, sagten sie. Zwischen den Wellenkämmen ist Platz genug für meine ausgeblichene Luftmatratze. Ich möchte Tragisches schreiben, doch es ist viel zu spät für solchen Aufwand. Nicht einmal ich höre noch zu. Quäl dich nicht, sagte sie, du mußt dich nicht quälen.


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