Alles in eine Waagschale zu werfen ist …

Nun Nachrichten, die darauf schließen lassen, daß der Paradigmenwechsel eingeleitet wird. Schnellere Rückkehr zur sogenannten Normalität, schrittweise Aufhebung der verordneten Maßnahmen in den nächsten Tagen und Wochen. These-Antithese-Synthese. Es muß sinnvoll widersprochen werden, sonst kann ein System nicht lernen. Der bisher eingeschlagene Kurs wird im nachhinein diskutiert werden. Wäre ein anderer eingeschlagen worden, befänden wir uns heute in einer anderen (nicht zwingend besseren) Situation. Mich überraschen sämtliche Sprecher, die sich auf eine Seite geschlagen haben und noch schlagen. Woher nehmen sie ihre demonstrative Gewißheit? Auch sie erblicken Teile, nicht das Ganze. Damit behaupte ich nicht, daß sich additiv die Wahrheit ergibt. Ich tendiere zu Bescheidenheit und Zurückhaltung – insbesondere dann, wenn aus eigener Sicht die Dinge so klar zu liegen scheinen. Einen Ausgang aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit zu finden ist keine Angelegenheit von Zeitungslektüre oder Entschiedenheit. Mein Bedürfnis ging letzter Wochen dahin, Gegengewichte zu suchen.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Alles in eine Waagschale zu werfen ist …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert