Betrachtungsirrtum

Beruhigung zieht ein, sanft und gewiß. Wie ein nächtlicher Windhauch in einem Sommerhaus auf dem Lande, wenn die Terrassentür offensteht und draußen die Grillen zirpen. Damit das kein Idyll wird, lassen wir mit dem Westwind etwas Autobahngeräusch einwehen. Niemand kann jetzt schlafen, denn der Mond wächst unter Schmerzen, und die Katze hat gefaucht, als man sie streicheln wollte. Im Maisfeld steht eine Vogelscheuche, der schlottert ihr Gewand. Auf dem Dachboden tollen die Marder, sie ignorieren die Giftköder. Im Ohr noch die Rufe der Bussarde zur Nachmittagszeit. Leben und nehmen.


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