Fragt mich jemand nach meinem Beruf, müßte ich „Menschenforscher“ angeben. Tatsächlich es es das, was ich tue. Ich bin kein Menschensammler, kein Menschenjäger und ein Menschenfresser schon gar nicht. Ich möchte lediglich wissen, was es mit jenem Wesen auf sich hat, das so viel Aufhebens von sich macht.
Man sieht die lange Ahnenreihe der Gestalten, vom Affen in gebückter Haltung hin zum stolz einherschreitenden Aufrechtgeher, der sich selbst die Bezeichnung „weise“ oder „wissend“ gibt. Ich erinnere mich an die Kapitelüberschrift aus einem Buch über Mensch und Technik: „Vom Faustkeil zum Überschallflugzeug“. Der will hoch hinaus.
Ich bleibe lieber auf der Erde, auch wenn ich kürzlich einen ersten Flugtraum hatte. Meine Darbietung war halbwegs spektakulär, doch meine Brüder überzeugte sie nicht. Damit muß ich leben. Man soll nicht gefallen wollen.
Mein Interesse an Menschen richtet sich nach innen und außen. Auch mich selbst beobachte ich beim Tun und Nichtstun. Ich kann mir selbst eine Erstaunlichkeit sein, und manchmal tue ich Dinge, nur um erleben zu können, wie ich mich verhalte. Aus diesem Grund ging ich zur Bundeswehr, statt wie die anderen zu verweigern.
Wenn es irgendwo scheppert und rumst, drehen sich alle dorthin. Als Jugendlicher brachte ich mir bei, dieses nicht zu tun. Ich sah mir lieber die Gesichter derer an, die es taten. Übrigens gehört Menschenliebe zu solchem Forschertum.
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