Actionfilme sind zuschauerfreundlich. Man wird zuverlässig und in regelmäßigen Abständen orientiert, die Verfolgungsjagden und Prügel- oder Kampfszenen machen unterscheidbar deutlich, wer Freund und wer Feind ist. Wem man die Daumen drückt und wem den Tod man wünscht. Allerdings ist es nötig, sich eine Figur auszuspähen, die sympathisch erscheint oder eine gerechte Sache verficht. Die Wahl wird einem leichtgemacht: Protagonist ist, auf wem die Kamera verweilt. An Naivität ist das schwer zu unterbieten, aber was soll’s, Genrefilme funktionieren nach Rezept. Was der Alltag nicht liefert, bringt der risikofreie Filmabend. Des Spießers Wunderhorn.
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