Die Macht der Mächtigen ist die Ohnmacht der Ohnmächtigen. Sie wurde oder mußte abgetreten werden. Die Ohnmächtigen fürchten die Mächtigen, an die sie Macht abgetreten haben (selbst wenn sie es nicht wissen oder kaum mehr erinnern). Sie beginnen, auf deren Wohlwollen angewiesen zu sein, unterwerfen sich fremden Gesetzen. Fast schon scheint es natürlich, auf diese Weise beherrscht zu werden. Abhängig ist man ohnehin schon, was macht es da einen Unterschied zur vollständigen Unterwerfung. Aber Max Demian in Hesses Roman behauptet: „Nein, vor Menschen sollte man niemals Furcht haben.“ Sinclair fürchtet Kromer, ein kleines und gemeines Arschloch, das ihn erpreßt. Sie alle sind Kinder oder Jugendliche, aber die Macht ist bereits da. Man braucht sie, um etwas zu machen. Aber anderen Menschen Macht über sich selbst zu geben (indem man sie ihnen überläßt), das ist ganz und gar falsch.
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