Absichten

Wie aus dem Nichts ist etwas plötzlich da – und ich schieße auf wie getroffen oder wenigstens gemeint. Da es aus Sprache ist und nicht aus Waffenmaterial, reagiere ich mit Worten, also Zeichen, also Symbolen. Ich trete in einen Tauschprozeß des Nehmens und Gebens, des Einsteckens und Austeilens. (Einst saß neben mir ein Psychotherapeut, der sprach dauernd vom „Triggern“. Er selbst war jemand, der dauernd triggern mußte, also auslösen wollte, hervorrufen; recht manipulativ, wie mir heute scheint; sich selbst dienend, nicht mir; aber ich war auch nicht Patient, nur so etwas wie Freund; Schwamm drüber.) Dabei registriere ich meine innere und erste Reaktion und finde Zeit, über den Gegenangriff (sichtbare und eigentliche Reaktion) nachzudenken, die Replik. Denn das hat mich das Getriggertwerden gelehrt – nicht so zu funktionieren, wie mein Gegner es wünscht oder voraussieht. Für eine Antwort soll man sich Zeit nehmen, es sei denn, sie fällt plötzlich und unerwartet ein. Dazu auch die Three-strikes-and-you-are-out-Regel im Baseball und zunehmend in der Justiz. Wiederholung macht den Fehler.


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