Leonardo di Caprio – Katzengesicht, Schmalspurganove, Parvenu. Wolf on Wallstreet – peinigend. Nicht seine Schuld, sondern die von Martin Scorsese, der ihn zum Idioten stempelt, flach wie eine Ein-Dollar-Banknote, geheimnislos wie jeder affige Neureiche zwischen hier und Honolulu, Moskau und Marktredwitz. Und wo ist der Rang einer Kritik, wenn das Kritisierte dermaßen leicht zu erledigen ist? Dann lohnt es doch den Film nicht, und wenn es den Film doch lohnt, dann weshalb? Ähnlich schlimm die Neuverfilmung von Der große Gatsby, unter der Regie von Baz Luhrmann. Robert Redford hat gezeigt, wie gut und lässig Leinenanzüge sitzen und was es bedeutet, „smart“ (stilsicher) zu sein und verzweifelt zugleich. 1974 verfilmt unter der Regie von Jack Clayton, das ist die Referenzgröße. Ich mag Leonardo die Caprio, seit er „fett“ geworden ist und sich traut, widerlich auszusehen oder unansehnlich, seit er ein Mensch ist und nicht nur Modell oder Posterboy. The Revenant ist nicht allzu schlecht.
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