Instrumente

Der Rechner rauscht auf wie gefragt. Zu seinem Geräusch habe ich zehn Jahre lang geschrieben, und er ist mir ein Begleiter und Wesen geworden. Wie bei einem Kranken mußte ich helfen und Teile ersetzen, andere entfernen. Die Maus wollte schon zweimal nicht mehr – doch habe ich an sie geglaubt und ihr geholfen. Sie ist immer noch hier und hilft mir, die Zeile zu finden und den exakten Ort, an dem ich schneiden muß oder ergänzen. Sie läuft mit mir über das kleine Geviert des Bildschirms und zeigt mir, wo ich jeweils bin mit meiner rechten Hand. Ich glaube an diese Geräte und liebe sie auch – wie man Geräte lieben kann. Aber wie kann man denn Geräte lieben? Kann man sie nur mögen, darf man nur das? Ich denke an einen Ritter und an sein Schwert; einen Schreiber und sein Papier, die Tinte und Feder; an einen Maler mit Palette, Pinsel, Farben, Leinwand, Raum, Perspektive, Licht. Es ist Liebe – ohne sie wird kein Werk.


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