Warum sehe ich Katastrophenfilme (sofern ich sie sehe oder gesehen habe)? Vermutlich möchte ich aus den Fehlern anderer lernen, insofern gehorcht mein Zusehen einer Überlebensfunktion. Tatsächlich kann ich nicht anders, als abzugleichen: Würde ich in einer vergleichbaren Situation Ähnliches tun? Welche Entscheidung träfe ich? Soeben sind zwei Passagiere einer Privatmaschine in eisiger Wildnis abgestürzt; sie sind weitgehend unversehrt, doch der Pilot ist tot; er erlitt während des Flugs einen Infarkt (daher der Absturz). Die beiden Überlebenden werden demnächst loslaufen. Sie ist Photojournalistin, er Arzt; sie jung, er schon älter; sie ist „weiß“, er „schwarz“. Diese vermeintlichen Gegensätze haben die Filmemacher zusätzlich in die Story gepackt – als sei es nicht genug, daß zwei einander bislang Fremde in der nahezu tödlichen Kälte eines Hochgebirges notlanden und zu überleben versuchen. Nun ja. Ich mache mit, drücke den Daumen und lerne für meine ungesicherte Zukunft.
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