Von nichts kommt nichts

Seit Wochen steht oder liegt der Locher auf einem der Sessel und meldet sich nicht. Ich habe ihn oft genug gesucht. Erst jetzt kann ich ihn wieder sehen. Mein suchender Blick war zu fixiert, zu verblendet. Eile ist ein Schnellboot, ein galoppierendes Pferd. Eile hat keine Zeit, aber nicht nur Eile hat sie nicht. Niemand hat Zeit und nichts. Mich interessiert Zeit gegen nichts. Ich bin so alt wie die Welt. Äußerlich mag ich zerfallen, innerlich mitnichten. Der Locher ist flaschengrün. In seinem Reservoir ruhen die ausgestanzten Kreisflächen vergessener Papiere.


Entdecke mehr von holger tegtmeyer / texte und tage

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.

Von nichts kommt nichts

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert