Er verläßt die große Ratshalle als ein Verstoßener. Regen fällt vom Himmel, als habe er es auf ihn persönlich abgesehen. Männer zurren an Pferden die Gurte fest, erblicken ihn, den Wankenden, lachen. Sein Bruder Ubbe, der das Sagen hat, will ihn nie wiedersehen, hat ihn soeben der Gemeinschaft verwiesen. An den Zeltstangen muß er sich festklammern, um nicht in den Matsch zu sinken. Die Stimmen im Kopf werden immer lauter, er will sich die Ohren verstopfen, schlägt nieder. Auf allen vieren kriecht er durch den grauen Schlamm, rappelt sich wieder auf, zieht sich an dem Querbalken eines Stalles in die Höhe. Und wieder ist da Ivar, der sich an ihn heranarbeitet – Ivar der Knochenlose. Ivar, den keiner außer ihm sehen kann. Endlich scheint er fort zu sein, vor ihm im Regen stehen Menschen, Pferde und die Tragbalken der Hütten. „Ich kenne dein Schicksal, Bruder, dein Schicksal ist, getötet zu werden. Nein nein, ich werde dich niemals in Ruhe lassen.“ Angstvoll dreht sich Hvitserk um. Diesmal kommt die Stimme von hinten. Aber da brennt nur im Gitterkorb ein Feuer.
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