Es ist festlich, geboren zu sein und zu leben. Unter Mühen und vielseitigen Anstrengungen. Meine Dankesschuld kann ich niemals ausreichend erstatten. Ich stehe in der Kreide – ebenso wie vor mir die Generationen. Diesbezüglich nichts Neues unter der Sonne. Man trägt die Dankesschuld ab, indem man den jeweils Neuen hilft. Mehr geht nicht. Anspruchsvoll genug das Bemühen, ein halbwegs anständiges und brauchbares Exemplar der Gattung Mensch zu werden, was ja soviel heißt wie: kein Arschloch geworden zu sein (Betrüger, Verräter, Dieb). Ein beanspruchendes Bemühen insofern, als die Versuchungen groß sind und sich mächtig prächtig in den Weg stellen. Das große Geld, der verdiente Erfolg, die süßeste Sünde. Ja, manchmal ist es mit einem Fingerschnipsen getan, ein Geldschein auf dem Tresen verändert die Situation von Grund auf. Abenteuer führen ins Abseitige, der Held will die Schattenseiten des Daseins sehen und verstehen. Daß es ums Seelenheil geht (altmodischer Begriff), versteht sich erst später. Anfechtungen aushalten, nicht die erstbeste Gelegenheit wählen. So viel wie möglich wissen aus eigener Erfahrung. Skeptisch sein, aber jederzeit bereit für das Schöne und Wahre. O Gott (wen sonst anrufen), ich bin schon tausend Jahre alt. Vermessenheit.
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