Es wurde gar nicht erst hell. Abends die Tür ins Schloß und durchatmen. Ein Tag zum Überstehen. Von Des Großen Macht gelesen. (Nicht zu verwechseln mit der Macht der Großen – die sollen wir ja kennenlernen und bedanken uns im voraus. – Wenngleich das I Ging ein vorzügliches Lehrbuch für Machthaber wäre, die ihre Herrschaft in die große Ordnung des Himmels und der Erde einzufügen suchen und der Gerechtigkeit dienen möchten.) Auch ein grauer Tag hat seine Größe und Schönheit. Himmel und Erde werden eins, und uns Menschen ist, als lebten wir in Wolken. Ein guter Tag, um ganz allein mit sich zu sein. Oder, gegenteils, sich einem Freund anzuvertrauen. Ein Tag auch für Kleinigkeiten oder die Liebe zum Detail. Ich habe Überweisungen getätigt, das ist auch wichtig. Jetzt esse ich zum Abendbrot ein Leberwurstbrot und ehre das Tier, das für mich gestorben ist. Ich habe es nicht gehalten, auch nicht gejagt, erst recht nicht geschlachtet. Das haben andere für mich getan, auch ihnen ist zu danken. Leicht vergißt sich im Gefüge und Getümmel der Menschen und Waren, daß nichts „einfach so“ (mir nichts, dir nichts) da (verfügbar) ist zum Verzehr oder Verkehr. Das Haus, in dem ich wohne, wurde erbaut; die Straße, auf der ich gehe, wurde … Brecht hat daran zuweilen erinnert. Es gibt eine Gemeinschaftlichkeit der Pflanzen, Tiere und Menschen, an die man sich bloß zu erinnern braucht. Die Kinder wissen es noch. Die Verantwortung ist groß.
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