So mag es wehen

Rast machen, ausruhen, verschnaufen. Pause. Kein Empfang. Morgen wieder, übermorgen wieder, später wieder. Nie wieder. Die Augen sind ausgetränt. Aus Gras wird Heu, getrocknete Erlebnisse ergeben Erfahrung. Wie das Licht sich über uns hermacht. Grau, kalt und fröstelnd sind die Umarmungen des jungen März, eines voreiligen Liebhabers. Er soll sich Hengste zähmen und auf ihnen in die kahle Steppe preschen. Bald ist Ostern mit bunten Eiern und süßen Hasen, da mag er zurückkehren. Jesus bekommen wir auch hinein, er stirbt, damit wir leben können – dürfen, wollen, müssen, sollen. Frühling ist Kampf, heftiges Gebaren. Tanz um Leben und Tod. Eng umschlungen reißen sie einander herum, stampfen auf, stoßen und schieben. Graupelschauer schlagen ein, die Sonne dampft das weg, ein eisiger Wind fliegt herbei und bringt durcheinander, was sich eben zu ordnen anschickte, aus dem Süden streichen Lüfte ein, die milde stimmen und besänftigen, ach. Nichts für schwache Nerven, dieses Frühlingserwachen, dieses Aufreißen eilig vernähter Wunden.


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