Buch schreiben

Erst warten, dann starten. Dieser Zug fährt stadteinwärts, rollt in den Abend mit menschlicher Fracht. Mit Fremden in einem Raum mit vielen großen Fenstern. Wozu gibt es das Teufelsgerät – Live-Berichterstattung. Mit den Daumen zu tippen war gewöhnungsbedürftig, nun geht es schon recht gut. Die Worterkennung nervt und hilft. Die Ladies haben sich schön gemacht, fahren Verabredungen entgegen, haben auch andere Stimmen. Freitagabend! Die übliche Durchsage zur Lage. Die Männer im Raum tragen Schirmmützen, hören Musik. Mit den Masken vor Mund und Nase sehen die Menschen aus wie sonderbare Hunde, die einen Maulkorb brauchen. Sie wirken damit bullig und deplaziert wie unglückliche Haustiere. Die Psychotherapeutin empfiehlt in dieser schweren Zeit, ein Tagebuch zu führen und dort zu notieren, was jeweils los ist oder nicht los ist. Ein Klagebuch, ein Fragebuch.


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