Die Kennzeichnung solcher Aufenthaltsorte (Schilder und Begrenzungslinien) lädt ein zu Meditation. Obzwar ich nicht rauche, möchte ich mich in die Diaspora der Aussichtlosigkeit begeben und dort ein Kraut entzünden, das selbst den lieben Gott nachdenklich werden läßt. Es ist nämlich falsch, in den zugewiesenen Käfig zu klettern, nur weil da zuvor ein Name angeheftet wurde. Ein Käfig ist kein Heim, wird sind nicht Zootiere. Auch Zootiere sind nicht Zootiere, sondern werden dazu gemacht. Auf dem Bahnsteig heute dachte ich nach über den Raucherbereich und stellte mir vor, daß sich jemand dort freiwillig hinein begibt, in exakt dieses Geviert, um eine schnelle Zigarette zu rauchen, ehe die nächste Bahn einfährt und die Kippe eilig ausgedrückt werden muß und dann in die Opferschale rutscht und nachqualmt, wenn der Zug die Station bereits wieder verlassen hat und der Opfernde nicht erleben kann, wie Rauch aufsteigt vom Verbrennen der heiligen Tabakpflanze, die hierzulande ja gar nicht heilig ist, sondern ein Genußmittel, ein Narkotikum, ein Suchtmittel, eine Schande für das Gesundheitssystem und das Erziehungssystem und die Wissenschaft sowieso. Das lädt ein zu Traurigkeit und einem leisen Lächeln hinterdrein. Wir werden lernen.
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