Ich lief durch den Park, da begann es zu regnen. Ich verließ den Park und stellte mich unter einen Balkon, wartete. Zu mir gesellten sich zwei Frauen mit Regenschirm, die ihre grauer werdenden Haare besprachen. Der Regen nahm noch zu, und wir unterhielten uns ein klein wenig, höflich und scheu. Schließlich beschlossen wir, daß der Regen vorerst nicht endet. Sie gingen ihrer Wege, ich den meinen. Ich fuhr ab Südstern mit der U7 bis zum Fehrbelliner Platz, stieg in die U3 Richtung Warschauer Straße (anders als geplant), fuhr bis Möckernbrücke, wechselte in die U7 bis Südstern, sah, daß es noch immer regnete, stieg in die U7, fuhr (ließ mich fahren) bis zum Hermannplatz, stieg dort in die U8 und verließ sie an der Hermannstraße, wechselte in die S-Bahn, entschied mich für die Ringbahn im Uhrzeigersinn und verließ sie an der Station Tempelhof, beendete das Regenintermezzo und betrat das Große Feld. Manchmal sah ich Läufer, ansonsten war niemand unterwegs. Dann geschah etwas Unerwartetes: Ich sah einen Windhund in vollem Lauf, er schoß an mir vorüber wie ein Strich, jagte seinem Ziel zu, unbeirrt und unablenkbar. Ein Verfolger, eine Waffe. Zuchtergebnis endloser Versuche. Ein Wunder nicht der Natur, sondern dessen, was in ihr angelegt vom Menschen heraussortiert und entwickelt wurde. Der Hund hatte kein Jagdziel, er brauchte nur Auslauf und gehorchte seinem Herrn. Der hatte einen zweiten Hund dabei, der dazu diente, den Windhund zu animieren. Der zweite Hund war nicht ganz so schnell und trug auch eine Leine. Sie waren ein Trainingsteam.
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