Eine lange Zeit lang wußte ich nicht, welchen Platz ich mit meinem Wahrnehmen-Denken-Fühlen-Schreiben-Sprechen haben kann. Ob es einen Ort für mich geben kann, einen geben sollte. Im literarischen Geschäft gab und gibt es die favorisierten Verkaufsformate, Produkte für Käufer. Die Märkte funktionieren nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage und werden entsprechend bestückt und bearbeitet. Auf der Nachfrageseite stehen die Bedürfnisse: die wahren und die wirklichen. Diese werden erfüllt, jene stehen unerfüllt dahinter. Wer mag sie zu unterscheiden, wer traut sich das zu? Hier ist der Tummelplatz meiner verstreuten Ideen, hier sollen Chaos und Widersprüchlichkeit herrschen, mehr noch als bisher. Wenn es Gott gäbe, schrieb sinngemäß Cioran, kennte sein Übermut keine Grenzen mehr, er würde nackt auf den Marktplätzen tanzen.
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