Gepreßt

Das Atmen nicht vergessen. Vorgestern habe ich geatmet, seitdem nicht mehr. Vorgestern saß ich auf diesem Platz und habe alle Gedanken fallen lassen oder fahren lassen. So geriet ich in das, was Krishnamurti die Meditation nennt. Abwesenheit von störenden Gedanken und unnötigen Bewertungen. Seitdem renne ich wieder im Laufrad wie ein Hamster meiner sogenannten Bedürfnisse und lebe ein oberflächliches Leben, geschäftsmäßig wie ein Geschäftsmann meiner Professionen. Ich kann das gut tun und schaffe es auch. Während der Heimfahrt höre ich Musik, heute mit großem Vergnügen. Houses of the Holy, Led Zeppelin. Und es gab auch Gespräche, die mich unter die Oberfläche rissen, so daß ich nach Luft schnappen konnte, als ich wieder auftauchte. Das Atmen nicht vergessen, rät der Tibetaner dem dänischen Pfarrerssohn in Herrens Veje. Ja, wir atmen hier eher selten.


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