Da ist die Wand. Eine meterhohe Mauer, aufgetürmt aus Gedanken und Erinnerungen, aus sogenannten Erfahrungen, und die Erfahrungen machen die Gedanken schwer, so daß die Gedanken denken, sie seien gewichtig. Die Gedanken kapern sich die Erinnerungen, damit sie bebildert sind und leuchten und sich gut oder besser fühlen lassen. Gedanken sind rationale Gefühle, oftmals in Sprache übersetzt. Fühlen funktioniert schneller und besser als denken, deshalb genießen die Gefühle Vorrang bei jedem. Es gibt aber welche, die haben keine Gefühle parat, die müssen dauernd erst denken. Das ist auch interessant. Überhaupt ist es gut, wenn die Leute unterschiedlich sind und unterschiedlich handeln. Strömt alles in eine Richtung, gibt es Flut. Laufen alle denselben Pfad – Verstopfung. Und so weiter, ja. Aber die Wand ist noch da, und ich laufe ihr entlang und folge dem Verlauf. Entweder ich grabe mich darunter durch, oder ich suche und finde eine Bohnenstange, die ich zum Stabhochsprung rüste.
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