Produktion, Distribution, Rezeption

Politik funktioniert über das Erzählen einer Geschichte, an die die Menschen, auch wenn Zweifel vorgetragen werden, glauben können. Während einer laufenden politischen Operation ist deshalb die Deutungshoheit von zentraler Bedeutung. Sie darf keinesfalls aus den Händen gegeben werden. Mit ihr steht und fällt die Operation. Das läßt sich anhand der laufenden Corona-Operationen recht gut und bis in die Einzelheiten studieren. Es geht um das Einmaleins der Herrschaftstechnik – und die ist zweifelsfrei und alternativlos. Etwa wie Gott. Begib dich keines Machtmittels freiwillig, rät dieser Gott „den Herrschenden“ (auf Zeit). Deshalb sollen im Freien weiterhin Masken getragen werden, und das kostenspielige Testsystem wird noch ausgebaut. Die einmal begonnene Geschichte wird auf diese Weise konsequent zuende erzählt, und ganz gewiß gibt es ein Happy End. Daß die Wissenschaftler dabei zum Personal gerechnet werden, dürfte klar sein. Für die Politiker kommt es darauf an, daß sie die Produktion und Rezeption der Story unter Kontrolle haben. Dafür benötigen sie die Unterstützung „der Medien“, die dringend mitmachen müssen. Sonst kommt hinten nichts raus. Ist das nun gut, ist das schlecht oder verwerflich? Es ist, wie es ist. Anders kann es nicht laufen. Die Toten und die Strauchelnden werden so oder so benutzt. Fakten sind Munition, ich habe das bereits ausgeführt. Wer hat recht? Schwer zu sagen. Die Krieg läuft ja noch, und es ist ein Kampf um unsere (und für mich: meine) Zustimmung. (Ich bin von dem Storytelling bisher wenig überzeugt.)


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