In Büchern aus der Stadtbücherei kleben manchmal Zettel: „nicht mahnen oder lehren, sondern eigene Gedanken hinterfragen“; „dass Alkohol und Tabak mir nicht gut tun“; „daß es gute Männer wie auch Frauen gibt“; „daß Natur, insbesondere Wasser, mir gut tut“. Ich lese sie und bin gar nicht befugt. Jeder hat eigene Fragen, sucht bestimmte Antworten, findet sie hier und dort. Ich schrieb früher Bemerkungen an den Seitenrand des Buches oder zog einen Strich entlang der wichtigen Absätze, um sie schnell wiederzufinden. „Wovon bin ich in meinem tiefsten Innern überzeugt!“ klebt auch noch in einem Buch, das von Willensstärke handelt. Ausrufe- statt Fragezeichen. Die Frage würde ich mir nicht stellen lassen, da ich sie nur plakativ beantworten könnte. Ich mag Fragen, die mich plakativ möchten, nicht. Niemand mag sie. Demnach beantworten wir sie nicht.
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