Die rauhe Zeit beginnt, ich freue mich darauf. Zwischendrin werden ich erneut davon ausgehen müssen, gleich oder demnächst zu sterben. Müssen aus eigenem Zwang, später einmal aus größerem. Man stirbt viele symbolische Tode, ehe man den wirklichen stirbt. Vielleicht ist der wirkliche die leichteste Übung, wenn nur das Sterben nicht wär‘. Man kann elend sterben, in ein Siechtum treten, von Schmerzen heimgesucht werden wie ein übler Sünder. Da ist viel im Angebot, und es vergeht einem die Lust auf Experimente. Ich habe die Texte der Sterbenden gelesen, gründlich und früh. Ich entstamme dem Tod, ich verstehe sie aufs Wort. Ich bin jede Sekunde bereit für ein Gebet. Die Kerzenflamme ist ruhig, kein Luftzug, kein Windhauch. Auch ich halte den Atem an.
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