Bloß keinen Apfel

U8 zwischen Hermannplatz und Hermannstraße, zwei Drogengespenster huschen durch den Zug, beide weiblich, beide barfuß, nicht viel an, kurzgeschorene Haare, aufgekratzte Haut, Schorfstellen an Kopf, Hals, Armen, Beinen, flehender Blick, schmutzige Hände, Pappbecher darin, trübe Augen, gelbweißer Teint wie schon tot. Könnte ein Apfel helfen? Sie winkt ab. Das andere Gespenst ist im Innern des Endloszuges in entgegengesetzter Richtung entschwunden. Das Leben bekommt etwas verzweifelt Rattenhaftes, wenn man beutesuchend durch die Gänge huscht. Stell dir vor, du wärst kurz davor, zu verhungern.


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