Das Denken ist stets konventionell. Selbst wenn es von sich annimmt, es sei umstürzlerisch oder mindestens neu. Denken ist nachdenken, läuft nach und ist hinterher. Damit ist kein Makel beschrieben, sondern ein Anhalt gegeben. Denken formatiert und reformatiert. Im täglichen Handlungskuddelmuddel und Aktionstheater ist für Denken kaum Platz, da wird improvisiert. Auch die Gefühlsdinge werden unbedacht erledigt, selbst wenn sich das Denken sonstwas einbildet. Auf unsere Gedanken ist vielleicht am wenigsten Verlaß, denke ich manchmal.
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