Wenn ich Filme sehe, in denen um das Überleben in der Wildnis gekämpft werden muß, lehne ich mich nicht zurück oder denke: Oh wie gemütlich habe ich es doch. Mir ist, als müßte ich selbst das durchleben, und bange mit. Vermutlich lerne ich auch beim identifikatorischen Zusehen. Die Handlungen der Protagonisten laden ja zu Vergleich und Beurteilung ein. Was hätte ich an ihrer Stelle getan? Stets schwingt mit ein Gespür für Gerechtigkeit. Die Erzählung kann sonstwohin führen, aber die Ungerechtigkeit darf nicht zu hoch aufgetürmt werden. Ungerechtigkeit bedeutet Unheil. Wir sind innerlich intakter als vermutet, sofern ich meine Regungen verallgemeinern darf. Die tagesaktuellen Schlauheiten und momentanen Vorteilsnahmen sind verführerisch, doch wird man mit derart Gewonnenem nicht glücklich, schon gar nicht schön oder bedeutend.
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