Übrigens glaube ich, daß man (ganz allgemein) während dieser Pandemie blöder wird. Man lernt nur einseitig dazu, das macht es schlimm. Nicht der Austausch fehlt, sondern die Austausche. Es fehlen die Korrekturen ebenso wie die Bestätigungen. Man tappt herum, und hinzu tritt die Angst. Die Angst ist ein mieser Berater, ich habe über ihre Tyrannei hier mehrfach gehandelt. Man tappt herum und hält sich letztlich an das, was einem bewährt erscheint, dem man Vertrauen schenkt. Ja, Vertrauen wird geschenkt. Man geht in Vorleistung. Manche trauen den Autoritäten, andere tun es nicht. Nichts Neues unter der Sonne. Man kann nicht alle Haare auf eine Seite kämmen, selbst wenn man es wollte. Gingen alle in eine Richtung, könnten wir verloren sein. Das kann man wissen, das läßt sich lernen, wir sind dabei und brauchen noch ein paar Monate. Inmitten dieses Lernens (Klügerwerdens) bei zunehmender Blödheitsgefährdung (nein, nicht nur die anderen) immer wieder dieser Streß, Streß durch Druckaufbau, durch Delegitimierung legitimer Standpunkte. Das ist ärgerlich, aber kann vermutlich nicht ausbleiben in einem Klima der Ungewißheit und Angst. So empfangen wir täglich die Sensationen der Opfergaben.
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