Große Ernsthaftigkeit eines Moments. Zwei Kerzen, zwei Flaschen Wasser, fünf Stifte. Der Lampenschirm hängt schief. Etwas ist geschehen, aber ich weiß es nicht. Ich bin so froh, daß ich keine Gesichte habe, nicht unter Erscheinungen leide, mir Visionen lediglich einbilde. Dennoch gerate ich von Zeit zu Zeit in Zustände der Entrücktheit oder der Verzückung, leicht und leise, die mir gut tun. Nichts läßt sich aus ihnen ableiten, und ich möchte nirgendwo damit hin. Überhaupt stört es mich oder irritiert, daß alle Welt irgendwas zu wollen scheint. Ich will nichts, nur Schlaf und einen Zettel und einen Stift und viel Auslauf. Wie sehr auch liebe ich die guten Gespräche, tief und ohne Absicht. Noch immer stehen die beiden Wasserflaschen hinter dem aufgeklappten Bildschirm und stimmen mich heiter. Ich denke an den Geburtstag einer Toten, ohne sie wäre ich nicht. Manchmal möchte ich schreien. Fünf Stifte – warum fünf. Einer reicht, aber schreiben soll er können, bitte.
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