Herrschaft

Wenn die eigenen Gefühle (bestimmte Gefühle) aufgewirbelt werden, erlebe ich das als Durchpulsung. Das Herz schlägt stark und vernehmlich, im Kopf scheint mit einem Mal mehr Blut zur Verfügung zu stehen. Es ist, als könne oder müsse ich gleich kämpfen oder mich komplett ergeben. Ein Anspannungsmoment, ein Widerstreit zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Die friedliche Seite hat weitere Schwingen. Ausgleiten lassen, sich verteilen, den Raum begreifen (ohne zu greifen). Es gibt Lieder, die mich derart aktivieren, daß ich in Schwung gerate und aufbrausen möchte wie ein unbekannter Wind. Meinetwegen mistralmäßig, Nietzsches Tanzlied angelehnt. Es darf nicht sein, daß diese Zivilisation uns an Schreibtische festbackt, sollte nicht sein. Kann schon sein, daß sie es tut. Ich lerne dieser Tage, daß wir von China lernen. Kontrolle, Sicherheit, Selektion. Läuft. Laotse ist das nicht, eher pervertierter Konfuzius.


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