Auf Ansage

Sieh mal hier! Schau mal, dort die Pinguine, sind die nicht süß? Und jetzt lächeln wir alle, denn das Gruppen-Photo soll gelingen.

Wie wir uns Mühe gegeben haben von Anfang an – das rührt mich sehr, eigentlich zu Tränen.

Voller Zutrauen zu allem, was von oben kam. Die Erwachsenen. Die wußten es schließlich.

Wenig später die Einsicht, daß sie es nicht wissen. Daß sie ihr Bestes vielleicht gegeben haben, aber daß es nicht reicht. Dann steht man allein.

Mit vierzehn oder fünfzehn wußte ich, daß mein Vater mir fortan nicht mehr würde helfen können. Denn meine Fragen wiesen in eine andere Richtung.

Seitdem schlage ich mich durch und muß zu jedem Problem meine verdammt noch mal eigene Antwort finden. Von Lösung kann nicht die Rede sein.

Ich mißtraue den Konventionen, ich mißtraue den Klischees der Anteilnahme und des applaus-bedachten Engagements. Das ist bei mir eine Angelegenheit der Intuition. Es gibt Machenschaften, die stinken bis zum Himmel.

Später werden sie aufgedeckt. Und dann weiß man auch, was schief lief. Jetzt darf man es noch nicht wissen. Wie in einer Serie – nicht spoilern.


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