Halb hier, halb dort

Wann kamen eigentlich diese Überarbeiteten ins Spiel, die keine Zeit haben, die alles bereits gestern erledigt haben möchten? Was versprechen sie sich von ihrer Eile, wem nützt sie? Wir haben viel zu tun, höre ich vielerorts, und ein bißchen klingt durch, daß diejenigen, die viel zu tun haben, deshalb gut oder besser oder erhabener sind. Was ist denn Arbeit überhaupt? fragte einst Ludwig Hohl. Ich aber möchte bei den Überarbeiteten verweilen, den Überbeschäftigten, und mich ihrer Eilfertigkeit widmen, dem Erfüllungseifer, der Drangnachgiebigkeit, dem auferlegten Pensum. Cui bono – zu wessen Vorteil. Wie sollen wir Menschen ehren, die keine Zeit haben?


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