Kehren zurück, möglicherweise

Während des Gehens hatte ich so schöne Gedanken und auch die Worte dazu. Hier angekommen war dies und das, eine Handvoll Erledigungen, die ein Halbidiot erledigen kann oder einer dieser Haushaltsroboter, die bald käuflich zu erwerben sein werden. Dann hat man seine Dienerschaft. So bin ich aus dem Tritt geraten und habe meine Gedanken verloren – den Pfad, den Faden, den Zusammenhalt. Ich weiß noch, daß die Banane nie so gut schmeckte wie auf der Kreuzung Mehringdamm Ecke Bergmannstraße und ich auf der Fußgängerinsel zwei grüne Neonschriften las, links stand Apotheke, rechts Blumen. Da der Autoverkehr uns auf dieser Insel umspülte, erinnerte ich mich der Banane und aß sie auf, ganz langsam, Biß für Biß. Als ich nur noch die Schale in der Hand hielt, die schlaff zu Boden zeigte, durften wir wieder gehen, wie bei Ebbe an der Nordsee. Bilde die Verbindung von Apotheke und Blumen, sie lautet Krankenhaus. Ich kaufte mir für ein schmales Geld beim Antiquar Janwillem van de Wetering, Der leere Spiegel. Darin finde ich die Gedanken eines anderen, wie ich hoffe. Meine eigenen von heute sind vorerst fort. Man kann sie nicht halten, wenn sie fort „wollen“. Auch das ist gemeint, wenn es heißt, die Gedanken seien frei. Die unfreien Gedanken sehen anders aus als die freien. Sie röcheln ein bißchen und riechen nach Angstschweiß und Peitschenblut. Zeitung lesen.


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